Technik / Bilder


Kontakt, Impressum, Banner Gästebuch - schreib mal rein ... Sponsoren - with a little help ... Technik/Bilder - zeig ma die Bilder ... Dieselwiesel unterwegs ... Die Werkstatt - haste mal n 17er ... Das Team - wer/wie wir sind ... Wie alles begann ... Menü


  Special:
  Inspektion
  mit Rizzo
 
Hier findet Ihr Bilder und ein paar Detail-Informationen zum Dieselwiesel.

In seinem ersten Leben verbrachte der Deutz D 90 06 gut 10.000 Betriebsstunden auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Westfalen. Mit dem Start der ProStock-Klasse im Winter 2002/2003 wurden quer durch Europa Bauteile für das neue Leben des 'Dieselwiesel' getauften Oldtimers beschafft.

Ein F6L912 Serienmotor dient als Basis, verbaut wurde eine Kurbelwelle mit 130 Hub aus einem Deutz Versuchsmotor, der Block wurde mit 20 mm dicken Stahlplatten verstärkt, Laufbuchsen und Kolben wurden von ursprünglich 100 auf 108 mm vergrößert. Zusätzlich wurden die Kolben ausgedreht, um den Hubraum auf jetzt etwa 7,3 Liter zu vergrößern.

  

Die Zylinderköpfe, ebenfalls aus einem Deutz Versuchsmotor, verfügen über größere Ventile und Kanäle. Die Steuerzeiten der Standard-Nockenwelle wurden durch Umschleifen optimiert. Für eine bis zu 10 mal höhere Kraftstoffzufuhr wird eine größere Bosch Pumpe mit 13 mm Elementen sowie ein Satz verstärkter Einspritzleitungen und -düsen verwendet.

Für mehr Luft sorgen ein großer Abgasturbolader und eine leistungsabhängige Wassereinspritzung zur Ladeluftkühlung. Bis zu vier Liter Diesel und zwei Liter Wasser zieht der Motor während eines Pulls aus den beiden Tanks, die aus Sicherheitsgründen vorne am Rahmen des Traktors montiert sein müssen.

Bereits beim Start des Pulls muss die maximale Leistung des Traktors zur Verfügung stehen. Um den Ladedruck von bis zu 4,5 bar aufzubauen wird der Motor über die schleifende Kupplung auf Leistung gebracht. Da eine Serienkupplung dieser Belastung nicht standhalten würde, kommt eine Dreischeiben-Sintermetall-Kupplung der Firma Reinicke (Barsbüttel) zum Einsatz, Schwungrad und Kupplungsautomaten sind aus Stahl gefertigt. Die Eingangswelle des Getriebes wurde verstärkt, die Übersetzung für den Pullingsport angepasst.

Alle Veränderungen am Motor zielen in eine Richtung: mehr Luft, mehr Treibstoff und eine höhere Drehzahl von etwa 5.000 Umdrehungen/Minute sorgen für mehr Leistung. Aus den 92 PS des Orginalmotors sind mittlerweile weit über 600 Pferdestärken geworden. Einen genauen Wert kann niemand im Team nennen, aber alle haben Ideen, wie es noch ein paar mehr werden könnten.

Neben den 'inneren Werten' sind auch Äußerlichkeiten von Bedeutung: Mit Gewichten kann der Traktor optimal für seine Aufgaben ausbalanciert werden, Chrom und Lackierung sorgen für ein individuelles Erscheinungsbild. Die Reifen des Dieselwiesels (24,5 x 32) stammen von einem Maishäcksler, wurden auf selbst gebaute Felgen gezogen und für die optimale Kraftübertragung auf die Piste mit einem speziellen Profil versehen.

Da das Dieselwiesel nach europäischem Tractorpulling-Reglement antritt, müssen umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen am Fahrzeug getroffen werden. Dazu gehören z.B. verstärkte Seitenbleche und Splitterschutzmatten. Sicherheit ist natürlich auch wichtig für den Fahrer, deshalb trägt Dieselwiesel-Pilot Nobs Reismann Feuerschutzbekleidung nach Formel 1 Standard.

 
 

Dieselwiesel weiterempfehlen | zum Seitenbeginn